Arbeit mit Leidenschaft – die deutschen Bauern

Ich schätze die Bauern,

Mein Mann ist Landwirt. Ich komme selbst nicht von einem Hof. Die Arbeit der Landwirte ist “erdverbunden”, realistisch – und – ich kenne keinen Berufsstand, der sich so viel mit allen Lebensthemen auseinandersetzen muss. Ich freue mich auf das Frühjahr, wenn der eingearbeitete Dung seinen Geruch durch die Lande ziehen lässt! Da passiert was…es wird gesät, neues Leben kann wachsen. Ich freue mich auf den Sommer, wenn die großen Felder mit ihren Pflanzen das Wachstum zeigen. Schön ist es, wenn dann der Wind über die Ehren weht und sie streichelt und die Pflanzen ihren typischen Geruch durch die Lüfte treiben. Ich freue mich auf den Herbst, wenn die Früchte (wenn Gott will) geerntet werden können – und wir sie genießen dürfen. Ich freue mich auf den Winter, wenn die Natur sich zurückzieht und der Bauer mit einer Leidenschaft “ins Holz” geht, sodass ich wunderbare Gespräche in unserer Bauernfamilie, mit Freunden oder auch Arbeitsgespräche am Kamin führen kann.
Der Beruf des Bauern ist noch ganzheitlich, er lebt in einem sozialen Gefüge, oft noch in einer Großfamilie (welches, wenn es klug geregelt ist, auch noch gut möglich ist), er lebt in Vereinbarung mit der Natur, mit anderen Berufsgruppen und engagiert sich in der Regel noch sehr sozial ehrenamtlich in seiner Gemeinde.
Man könnte dieses noch unendlich ausführen.
Ich schätze die Landwirte, danke, dass sie uns die Nahrungsmittel produzieren, dass sie unsere Kulturlandschaft prägen, dass sie den ständigen “Kampf” mit dem Wetter auf sich nehmen, dass sie den Spagat machen zwischen Ökonomie und Ökologie und Ideologie, dass sie JEDEN Tag aufstehen und ihre Arbeit machen.
Sie werden nicht aussterben.

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