© DBV
gut zu wissen

Tierhaltung gestern, heute, morgen

Seitdem die Menschen Tiere als Haustiere halten, hat sich die Art und Weise der Haltung stets weiterentwickelt. Während die Generation unserer Großeltern noch mit den Kühen, den Schweinen und dem Geflügel unter einem Dach lebte, sind die Ställe der Nutztiere heutzutage von den Wohngebäuden getrennt. Die Entwicklung der Dörfer und der Höfe führte in den letzten Jahrzehnten dazu, dass Stallbauten heute am Ortsrand oder abseits von Dörfern gebaut werden. In modernen Ställen lassen sich die Grundbedürfnisse der Tiere, wie frische Luft, ausreichend Licht und freier Zugang zu Wasser und Futter besser verwirklichen. Die Hygiene in modernen Ställen hat sich erheblich verbessert. Nicht zuletzt kommt der Aufbau moderner Ställe den Bedürfnissen der Tiere näher.
 
Heutzutage müssen die Landwirte mit ihrer Tierhaltung strenge Hygienevorschriften zum Schutz von Mensch und Tier einhalten. „Zutritt verboten“ steht an vielen Stalltüren. Das führt dazu, dass die meisten Mitbürger gar keine eigenen Eindrücke mehr vom „Innenleben“ eines Stalles haben. Mehr und mehr Tierhalter öffnen deshalb wieder ihre Ställe und geben Einblick in ihre Arbeit.
 
Live-Webcam vom Werner Schwarz >>>
 
 
Der Begriff „Massentierhaltung“ wird häufig Missständen gleichgesetzt und als Synonym für eine nicht tiergerechte Haltung verwendet. Allein die Anzahl der Tiere in einem Stall sagt jedoch nichts über das Wohlbefinden oder die tiergerechte Haltung aus. Durch umfangreiche Investitionen in die Tierhaltung in den letzten Jahren leben heute 62 Prozent der Kühe in einem modernen Laufstall und zwei Drittel der Schweine auf hygienisch vorteilhaften Spaltenböden. Mehr als 80 Prozent der Legehennen in Deutschland leben in einer Boden- oder Freilandhaltung. Detaillierte Informationen dazu liefert der Situationsbericht.
 
Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes >>>