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Tag des offenen Hofes 2016 - Hinter den Kulissen

DER SÜDEN

Sepp'n-Bauer in Bernau, Bayern

Wir sprachen mit Alois Simon vom Erlebnis-Bauernhof Sepp´n Bauer im bayerischen Bernau über die Gründe, warum er und seine Familie am "Tag des offenen Hofes" mitmachen:

Erzählen Sie etwas über Ihren Betrieb.
Wir halten seit 14 Jahren Mutterkühe, Schweine sowie Hühner und betreiben einen Hofladen, in dem wir selbsterzeugte Produkte wie Geräuchertes, Hausmacherwürste, Fruchtaufstriche und vieles mehr verkaufen.


 
Das ganze Jahr über besuchen uns Vereine, Ausflügler und insbesondere Schulklassen. Wir machen mit ihnen Führungen zu vorbereiteten Themen wie "Unsere Nutztiere auf dem Bauernhof", "Vom Korn zum Brot" oder "Von der Milch zum Käse". Wir wollen nämlich, dass unsere Besucher einen tiefen Einblick in die Landwirtschaft bekommen. Im Anschluss an diese Rundgänge verpflegen wir sie stets mit unseren hofeigenen Produkten, erzählen unsere Hofgeschichte und laden zu erlebnisreichen Kutschfahrten ein.
 
Warum öffnen Sie Ihre Hoftore für Verbraucher?
Wir bieten nicht nur einmal jährlich, sondern jeden Freitagnachmittag Hofführungen an. Damit unsere Besucher sich ein Bild von einer kleinstrukturierten Landwirtschaft und ihrer Wirtschaftsweise machen können. 



 
Wir wollen zeigen, wo Lebensmittel erzeugt werden, dass wir unsere Tiere achten, mit ihnen leben, sie aber auch unsere Lebensgrundlage sind. Wir sensibilisieren die Verbraucher einerseits für das Tierwohl, andererseits auch für die Erzeugung von Lebensmitteln. Wir zeigen, dass wir unsere Tiere und unsere Umwelt wertschätzen.
 
Warum ist ein Tag des offenen Hofes ein geeignetes Mittel der Öffentlichkeitsarbeit?
Da wir oft Bauernmärkte zu unterschiedlichen Themen auf unserem Hof halten, sehen wir im Tag des offenen Hofes eine gute Möglichkeit, für die Landwirtschaft und ihre Erzeugnisse zu sprechen. Die Besucher haben die Möglichkeit sich umfassend zu informieren. Wir geben ihnen einfach die Gelegenheit, beim Bauern selber nachzufragen. Das ist uns enorm wichtig.
 
Wie begegnen Sie kritischen Fragen und Vorurteilen seitens der Verbraucher bzgl. Massentierhaltung, Einsatz von Pflanzenschutzmitteln etc.?
Natürlich nehmen wir die Bedenken der Verbraucher ernst. Wir verstehen, dass sie wegen der Vielzahl medialer Schlagzeilen verunsichert werden. Wir stehen persönlich für Gespräche bereit, lassen uns erklären, wie sie zu ihrer Meinungsbildung kommen und hören uns ihre Argumentationen an. Wir fragen nach, was sie unter den einzelnen Begriffen überhaupt verstehen und zeigen dann auch Vor- und Nachteile auf. Wie z.B. das Tierwohl in neuen, modernen und größeren Ställen und gehen auch auf Rentabilität und Kostenfaktoren ein.

 
Was erwarten Sie in Zukunft von den Verbraucherinnen und Verbrauchern?
Mehr Eigenverantwortung – und zwar für das, was sie an Tierwohl und Umweltbewusstsein fordern. Dies verursacht Kosten. Sie müssen das im Preis mittragen. Das ihnen auch ein bisschen bewusst wird, dass sie durch ihr Einkaufsverhalten die Produktionsweisen beeinflussen, dass oft weniger Menge ein Mehr an Genuss darstellt.

Was tun Sie selber, um den Bürgern moderne Landwirtschaft näher zu bringen?
Der Dialog zu unseren Verbrauchern ist uns sehr wichtig, deshalb habe ich auch das vom Bayerischen Bauernverband angebotene Seminar „Landwirtschaft und Verbraucher im Dialog“ besucht.

Was bedeuten für Sie Tierwohl und Umweltschutz?
Sehr viel, denn die Tiere und unsere Natur sind unsere Existenzgrundlage. Geht es ihnen gut, haben wir Erfolg und können davon leben. Das Bewusstsein für dieses wichtige Zusammenspiel wollen wir auch weitergeben.


 
Glaubt denn wirklich jemand, der Bauer geht gerne in den Stall, wenn es seinen Tieren nicht gut geht? Dafür tun wir alles Erdenkliche und es bedeutet Freude und Zufriedenheit für uns, wenn es gut "läuft".



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